Die Krankheitsentstehung aus spagyrischer Sicht
Nach Ansicht der modernen Spagyrik kommen die Einflüsse, die der Krankheitsentstehung zugrunde liegen, aus verschiedenen Bereichen. Folgende Ebenen werden dabei unterschieden:
- Die physikalische Ebene: Klima, Geographie, atmosphärische / ätherische Einflüsse, Felder, Strahlung usw.
- Die toxische Ebene: Exogene und endogene Stoffe mit toxischer Wirkung.
- Die hereditäre Ebene: Familiär bedingte Erkrankungen. Vererbte Konstitution, Disposition und Diathese.
- Die seelische Ebene: Psychosomatische Wechselwirkungen; familiäre, psychosoziale Einflüsse.
- Die karmische Ebene: Eine übergeordnete Ebene, kausale Grundlage der anderen Ebenen
- Je mehr Einflüsse vorhanden sind und je stärker diese in ihrer Summe sind, desto zwingender kommt es zur Erkrankung.
- In dem Bereich, in dem sich die Einflüsse in ihren Auswirkungen auf den Menschen überschneiden, kommt es bevorzugt zur Erkrankung.
Die eigentliche Ursache für die krankmachenden Einflüsse von der physikalischen, toxischen, hereditären und seelischen Ebene, ist also das Karma, gewissermaßen die Quintessenz der anderen Ebenen - und es ist auch die Ursache für Defekte im Astral- und/oder im Ätherleib.
Die Geschichte
| Die Alchymie ist in vorgeschichtlichen Zeiten entstanden. Die ältesten Hinweise auf eine Existenz der Alchymie findet man in China, Indien und Ägypten. Der bekannteste und zugleich letzte bekannte europäische Alchymist und Spagyriker war Paracelsus. Die paracelsischen Schriften führten im 17. Jahrhundert zum Bekanntwerden der Alchymie in damaligen schulmedizinischen Kreisen. Damit entstand aber auch eine Degeneration der Alchymie. Der nichtmedizinische Teil der Alchymie wurde von da an fast ausschließlich mit der künstlichen Herstellung von Gold assoziiert. Der medizinische Teil wurde von Geschäftemachern, Scharlatanen und Jahrmarktsheilern in Verruf gebracht. |

Zitat: All Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift; allein die Dosis macht, das ein Ding kein Gift ist. |
| Erst 1919 gründete Alexander von Bernus die alchymistich-spagyrischen Laboratoriums Stift Neuburgr, in dem er zusammen mit Conrad Johann Glückselig eigene Spagyrika nach der Methode von Bernus, die anthroposophisches Gedankengut Rudolf Steiners mit einbezog, herstellen ließ. Die Verfahren nach Zimpel, Krauß und Glückselig fanden Eingang im amtlichen Homöopathischen Arzneibuch (HAB). |
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Die Therapie
Spagyrik ist Phytotherapie plus Metalle / Mineralien / Spurenelemente.
Eine wichtige Säule der Spagyrik sind ihre Arzneimitteln. Es werden aber auch neben der Therapie mit spagyrischen Präparaten andere naturheilkundliche Behandlungsmethoden, beispielsweise diätetische, physikalische und psychologische Methoden angewandt.
Beim Menschen entsprechen die drei philosophischen Prinzipien folgenden Bereichen:
- „Sal“ = Physis
- „Merkur“ = Vital, Lebenskraft
- „Sulfur“ = Astral, Bauplan
Das spagyrische Arzneimittel muss dem Menschen entsprechen. Es enthält daher drei Bereiche, die die 3 philosophischen Prinzipien darstellen:
- „Sal“ = stoffliche Basis eines Spagyrikums
- „Merkur“ = "anonyme" Heilkraft eines Spagyrikums
- „Sulfur“ = indikationsspezifische Ausrichtung (der Heilkraft) eines Spagyrikums
Die Symbole
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Das Metall Gold repräsentiert die "Sonne". Diese "erwärmende" und tonisierende Kraft hat in der Spagyrik eine fördernde Wirkung auf Herz und Kreislauf. |
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Der Mond(Silber) stellt eine kühlende, beruhigende Kraft, mit einem besonderen Bezug zum Wasser, dar. In gewisser Weise das Gegenteil der "Sonne", Der "Mond" bringt Feuchtigkeit dahin, wo sie fehlt (z. B. Exsikkose) |
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Der Mars(Eisen) ist das aktive, offensiv-kämpferische.Mars ist häufig bei Patienten gestört, die unter Eisenresorptionsstörungen leiden.
das Gallesystem ist das "Marsorgan" – , bei der Immunabwehr und in anderen Bereichen. |
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Die Venus (Kupfer) ist harmonisierend und entspannend. Sie fördert das harmonische Zusammenspiel der Organsysteme, die Eubiose, die Resorption des Eisens aus dem Darm, die Enzymtätigkeit, den Zellstoffwechsel |
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Der Jupiter (Zink-Zincum oder Stannum).
Er ist eine energiefördernde und stabilisierende Kraft mit Bezug zur Leber und wird daher auch in der spagyrischen Leberbehandlung eingesetzt. |
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Der Saturn(Blei) ist eine festigende, beruhigende und auch kühlende Kraft. Das eigentliche Saturn-Organ ist die Milz, die Saturn-Kraft hat aber in verschiedenen organischen Bereichen ihre Bedeutung. |
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Der Merkur (Quecksilber) steht für Vermittlung im mentalen und im körperlichen Bereich. Es wirkt Absonderungsprozessen entgegen, vermittelt zwischen Organen, Körper und Geist. Es gibt als Bestandteil spagyrischer Kombinationen den Anstoß, auf die spezifischen Bestandteile zu reagieren. Es ist in fast allen spagyrischen Präparaten enthalten |
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